Münchner Erklärung

 der „Landesvereinigung Gartenbau Bayern“

Im Bewusstsein gemeinsamer Wurzeln und traditionell guter sowie langer Verbindungen erklären die Verbände des Erwerbs- und Freizeitgartenbaus ihre Zusammenarbeit. Die »Landesvereinigung Gartenbau Bayern« ist damit das Sprachrohr von 6.500 Betrieben mit 40.000 Beschäftigten der Gartenbauwirtschaft sowie von 535.000 privaten Gartenbesitzern mit ihren Familien. Sie vertritt die Interessen des Bayerischen Gartenbaus und möchte der breiten Öffentlichkeit die vielfältigen Wohlfahrtswirkungen der Gärten und der Landesverschönerung zugänglich machen. Auf Grundlage dieser Erklärung werden in einer ersten Phase der Zusammenarbeit strukturelle und fachliche Themen gemeinsam bearbeitet und umgesetzt.

Wir vereinbaren für die fachlichen Themen:

Gesundheit und Ernährung:

  • die Bevölkerung - insbesondere Kinder und Jugendliche - für natürliche Zusammenhänge zu interessieren und über die Herkunft sowie den Wert von Gemüse und Obst aufzuklären

Gartenkultur:

  • eine gemeinsame Plattform zur Präsentation des »Gartenlandes Bayern« zu schaff en
  • die vorhandenen staatlichen Forschungs- und Landesanstalten dabei einzubeziehen
  • die Schulgartenarbeit zu intensivieren

Städtisches Grün:

  • die Gartenschauen als wichtigen Bestandteil der Grünentwicklung in den Städten weiter zu entwickeln und als Informationsplattform für den Gartenbau zu nutzen
  • die Bedeutung der städtischen Grünstrukturen für das menschliche Wohlbefinden verstärkt im öffentlichen Bewusstsein zu verankern

Landesverschönerung:

  • den Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden« als eigenständiges Instrumentarium zur Entwicklung
    des ländlichen Raumes zu festigen und ihn auf Grundlage der Grüngestaltung und der Landesverschönerung zu stärken
  • durch den Wettbewerb »Unsere Stadt blüht auf« die Wohlfahrtswirkungen einer nachhaltigen Stadtbegrünung im öffentlichen und
    privaten Bereich in den Fokus des allgemeinen Interesses zu rücken

Umwelt- und Klimaschutz:

  • die vielfältigen Beiträge des Gartenbaus zum Umwelt- und Klimaschutz darzustellen und bewusst zu machen

Wir vereinbaren für die strukturellen Themen:

Fachkompetenz in der öffentlichen Verwaltung:

  • gezielte Anstrengungen zu unternehmen, um die gartenbauliche und landespfl egerische Fachkompetenz auf allen Verwaltungsebenen durch eine angemessene Personalausstattung zu sichern;
  • durch geeignete Maßnahmen die vorhandenen gartenbaulichen Lehr-, Versuchs- und Forschungseinrichtungen zu erhalten und zu stärken.

Entwicklung der Betriebe:

  • Initiativen zu starten, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Steuer- und Bürokratiebelastung der
  • klein- und mittelständischen Betriebe zu überprüfen und damit den Standort Bayern im europäischen Wettbewerb zu stärken.

Forschung und Lehre:

  • die Hochschulausbildung für den Gartenbau am Standort Weihenstephan zu sichern;
  • die Ausbildung des Berufsnachwuchses an den Berufs- und Fachschulen weiter zu entwickeln.
Zur Koordinierung der geplanten Aktivitäten sowie zur Ausarbeitung weiterer Initiativen und Vorschläge wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese besteht aus je einem Vertreter der beteiligten Verbände und kann bei Bedarf um Fachleute ergänzt werden. Die Präsidenten der beteiligten Verbände vereinbaren einmal jährlich ein Treff en zur Abklärung grundsätzlicher Fragen gemeinsam bedeutsamer Themen.

München, den 29. Februar 2008
Roland Albert
Präsident
Bayerischer Gärtnerei-Verband e.V.
Bayerischer
Gärtnerei-Verband e. V.
Manfred Nagler
Präsident
Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.
Bayerischer Landesverband
für Gartenbau und
Landespflege e. V.
Ludwig Wörlein
Vorsitzender
Bund Deutscher Baumschulen e.V.
Bund deutscher Baumschulen e. V.
Landesverband Bayern
Ulrich Schäfer
Präsident
Verband Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau Bayern e. V.
Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V.
Peter Gogeff
Vorsitzender
Gemüsegärtner
Landesverband Bayerischer Gemüsegärtner