2010

Gemeinsam für ein schöneres Bayern

Der Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” – „Unser Dorf soll schöner werden” findet heuer zum 24. Mal statt. Besonders die nachhaltige Umweltentwicklung ist dabei im Blick, weshalb sich auch der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landschaftspflege wieder einbringt.

Nicht die großen Metropolen, sondern die ländlichen Gebiete Deutschlands stehen im Fokus des 24. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft.” Ausrichter des Ausscheids ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die Ziele liegen auf der Hand: bürgerliches Engagement für das eigene Dorf, gemeinschaftliche Zukunftsperspektiven und die natürliche Umwelt zu stärken.

Weil all diese Punkte an die Arbeit und das Wirken des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landschaftspflege e.V. anknüpfen, ist es mittlerweile fast schon Tradition, dass sich der Verband im Rahmen des Bundeswettbewerbs mit einbringt. Überdies leben viele der 540.000 Verbandsmitglieder in teilnahmeberechtigten Dörfern mit bis zu 3.000 Einwohnern, wo sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen aktiv mit einbringen, um die Entwicklung in ihren Heimatgemeinden zu fördern.

Besonders die Wettbewerbsziele zur Integration der verschiedenen Generationen, zur Stärkung der dörflichen Identität und zum Schutz der Natur sind es, in denen der Landesverband gern mit Rat und Unterstützung zur Seite steht. Denn auch in der Verbandsarbeit haben diese Themen einen hohen Stellenwert. So sind die Bayerischen Gärten seit je ein „Generationen-Projekt”. Viele sind schon seit langer Zeit im Familienbesitz und bieten ein ideales Umfeld zum Austausch zwischen Jung und Alt. Eltern und Großeltern geben ihre Leidenschaft an Kinder oder Enkel weiter und verbringen gemeinsame Zeit im Grünen.

Daneben tragen die Gärten ja auch stark zum Erscheinungsbild eines Dorfes bei und stiften einen ganz erheblichen Teil dessen, was die Identität einer Gemeinde ausmacht. Ein gepflegtes Umfeld macht die Menschen stolz auf ihre Heimat, hält sie in der Region und spornt sie an, sich zum Wohle aller einzubringen. Daraus ergibt sich wiederum eine enge Beziehung zur Natur und ein Verständnis für die Belange einer intakten Umwelt. Begriffe wie Nachhaltigkeit werden dadurch mit Leben erfüllt und von der Gesellschaft getragen. Im Endeffekt ergibt sich im Zusammenspiel aller Faktoren ein Plus an Lebensqualität, das vielleicht auch manches strukturelle Problem der ländlichen Regionen ausgleichen mag. Auf diesem Weg einen Beitrag zu leisten, ist deshalb eine Herzensangelegenheit für die Mitglieder im Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landschaftspflege.

Stand: April 2010

Informationen:
Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V., Herzog-Heinrich-Str. 21,
80336 München, Tel. 089/54 43 05 0, www.gartenbauvereine.org

Presseinformationen:
creative navigation, Catharina Niggemeier, Kaiser-Ludwig-Platz 8, 80336 München,
Tel. 089/38 53 60 83, c.niggemeier@creative-navigation.de, www.creative-navigation.de

 Landesverband im Wandel der Zeit

Auch im 116. Jahr seines Bestehens setzt der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege wieder ganz eigene Akzente. Das Jahr 2010 steht im Zeichen des „Apfelpfarrers” und vieler weiterer Aktionen.

Als größter Verband der Obst- und Gartenbauvereine in Deutschland wird der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. auch im Jahr 2010 für seine zentralen Themen einstehen. Seine 540.000 Mitglieder in 3.320 Vereine, 78 Kreisverbänden und sieben Bezirksverbände werden sich mit ihrer Arbeit dafür einsetzen, die Traditionen des Gartenbaus fortführen und ihren Beitrag zur Landesverschönerung leisten.

Im 116. Jahr nach seiner Gründung am 20. Nov. 1894 stellt der Verein das Gedenken an Korbinian Aigner in den Mittelpunkt. Anlass ist der 125. Geburtstag des „Apfelpfarrers” aus Hofpolding, der zeitlebens seine Leidenschaft für den Obstbau ausfüllte und nach dem zweiten Weltkrieg als Wiedergründer und Vorsitzender des Verbands wirkte. Als standhafter Gegner des Nationalsozialismus ging Pfarrer Aigner für seine Überzeugungen sogar ins Konzentrationslager – und selbst dort fand er Wege, sich weiter mit dem Obstbau zu beschäftigen. Aus Apfelkernen zog er heimlich Bäumchen, die er zwischen den Baracken pflanzte. Sogar die Züchtung neuer Sorten gelang ihm – eine davon ist bis heute als „Korbiniansapfel” in Bayern sehr beliebt.

Im Gedenken an diese Persönlichkeit wird im Jahr 2010 der Apfel im Zentrum vieler Veranstaltungen und Publikationen stehen, denn das „Lieblingsobst der Deutschen” hat trotz wachsender Konkurrenz aus exotischen Regionen nichts von seiner Popularität verloren. Darüber hinaus engagiert sich der Verband beim 24. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden.” Weitere Themenschwerpunkte setzen der inhaltliche Komplex „Gesundheit aus dem Garten” und das weitergeführte Jahresprogramm „Kinder- und Jugendarbeit – Wege zur Naturerziehung.”

Stand: April 2010

Informationen:
Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V., Herzog-Heinrich-Str. 21,
80336 München, Tel. 089/54 43 05 0, www.gartenbauvereine.org

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Tel. 089/38 53 60 83, c.niggemeier@creative-navigation.de, www.creative-navigation.de/

Gartenbau macht Schule

Immer mehr Kinder kommen kaum noch in Kontakt mit der Natur. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege engagiert sich deshalb seit langem aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit – etwa als Berater bei der Anlage und Verbesserung von Schulgärten.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die meisten Kinder in direktem Kontakt mit der Natur aufwuchsen – vielleicht in einem Garten mit Apfelbäumen oder gar mit eigenem Gemüsebeet. Vielmehr sieht der Alltag für viele Kinder heutzutage betongrau aus und ein frisches Grün voller Leben kennen manche nur noch aus dem Fernsehen.

Daran etwas zu ändern ist ein Ziel des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. mit seinen 540.000 Mitgliedern. Mit zahlreichen Veranstaltungen für Familien, Kinder und Jugendliche, möchte er ein Interesse an der Natur wecken und vertiefen, damit sie verstehen lernen, was um sie herum geschieht – oder wo der Apfel zu ihrem Pausenbrot herkommt.

Aus diesem Grund engagiert sich der Verband seit Jahren aktiv dafür, dass in bayerischen Schulen wieder mehr und bessere Schulgärten angelegt werden. Der große Pädagoge Johann A. Comenius forderte bereits im 17. Jahrhundert in seinem Werk „Die große Lehrkunst”, dass an jeder Schule auch ein Garten einzurichten sei. 1695 machte der Schulreformer August Hermann Franke in Halle damit Ernst und ließ tatsächlich den ersten Schulgarten anlegen.

Wie ein moderner Schulgarten in unseren Zeiten aussehen und zu einem lebendigen Bestandteil des Unterrichts werden kann, vermittelt der Landesverband beispielsweise in einem Fachblatt, dass in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Landwirtschaftsministerium herausgegeben wird. Über das gesamte Schuljahr hinweg lassen sich immer neue saisonale Naturerlebnisse schaffen – von der Obsternte im September über das Pflanzen von Obstbäumen im Herbst bis zur Aussaat von Gemüse im Frühjahr. Gemeinsam erleben die Kinder den Jahreslauf der Natur ganz hautnah, sie lernen die Tiere kennen, die im Garten leben und erschließen sich so einen ganz neuen Zugang zu ihrer Umwelt. Sie erfahren, dass der Herbstlaubhaufen auch ein wichtiges Winterquartier für den Igel ist, welche Vögel in den Süden ziehen und wie man den heimischen Wintervögeln mit einem Vogelhaus das Überleben erleichtert.

Zudem lässt sich die Arbeit im Schulgarten hervorragend mit anderen Unterrichtsthemen in Verbindung bringen. Wird in der Schule Regenwasser gesammelt, lässt sich für die Kinder nachvollziehen, wie wertvoll dieses für den Garten ist und weshalb ein sparsamer Umgang die Umwelt schont. Im Werkunterricht entstehen Nisthilfen für Vögel oder auch „Insektenhotels”, die dann gemeinsam im Schulgarten platziert und beobachtet werden können.

Diese Beispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt dessen, welche Bedeutung ein lebendiger Schulgarten haben kann. Deshalb bietet sich der Landesverband für Gartenbau und Landespflege gern als kompetenter Ansprechpartner und Vermittler an, um den Kindern ein lehr- und erlebnisreiches Schuljahr in der Natur zu ermöglichen.

Stand: April 2010

Informationen:
Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V., Herzog-Heinrich-Str. 21,
80336 München, Tel. 089/54 43 05 0, www.gartenbauvereine.org

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Tel. 089/38 53 60 83, c.niggemeier@creative-navigation.de, www.creative-navigation.de

Gesundheit aus dem Garten

Kräutergärten waren Jahrtausende der „Medizinschrank” der Menschheit. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege kümmert sich darum, dass die Kräutertraditionen erhalten bleiben – und damit ein reiches Wissen um Gesundheit und Genuss.

In der Tradition der Klostergärten haben Wild- und Gartenkräuter schon immer eine ganz besondere Rolle gespielt. Über Jahrhunderte bildeten sie für viele Menschen die einzige Grundlage der Gesundheitsversorgung – wertvolle Klosterdokumente wie das berühmte „Benediktbeurer Rezeptar” zeugen davon. Doch auch wenn diese Zeiten längst vorbei sind, gibt es bis heute kaum einen Garten, der nicht zumindest ein kleines Kräuterbeet beherbergt.

Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. engagiert sich deshalb seit Jahrzehnten, die grünen Schätze in den heimischen Gärten zu erhalten und ihre Bedeutung publik zu machen. Ob Bohnenkraut, Fenchel, Dill oder Koriander – alle diese und viele weitere machen unsere Gärten reicher und wertvoller. So enthalten viele Kräuter ätherische Öle, organische Säuren oder Enzyme, die sich – richtig dosiert – positiv auf die Gesundheit auswirken können. Und selbst wer sich in diesen Fragen lieber auf den Apotheker verlässt, kann die heimischen Kräuter noch in vielerlei Hinsicht nutzen. Kaum eine der populären Kochsendungen im Fernsehen vergeht ohne Lobrede auf frische Gartenkräuter – mögen sie nun Basilikum, Rosmarin oder Petersilie heißen. Der einfache Grund dafür: Sie schmecken einfach und peppen Speisen und Salate ohne großen Aufwand auf.

Damit der Kräuteranbau im eigenen Garten gelingt, gibt der Landesverband regelmäßig Merkblätter für die Vereinsmitglieder heraus und auch die Verbandszeitschrift „Der praktische Gartenratgeber” widmet sich dem Thema regelmäßig. Vielerorts bieten geführte Wildkräuterwanderungen lehrreiche Einblicke in die Vielfalt der traditionsreichen Nutzpflanzen. Speziell geschulte Kräuterpädagogen beantworten zudem Fragen zur Anwendung in der Küche oder als Hausmittel bei mancherlei „Wehwehchen”.

Nicht ohne Grund sind viele Kräuter auch fest mit bayerischen Traditionen verbunden – so ist die „Kräuterweihe” zu Mariä Himmelfahrt in vielen Orten noch ein lebendiger Brauch, bei dem die Menschen gemeinsam Kräuter zu großen Buschen binden, je nach Region in unterschiedlichen Zusammenstellungen.

Vor diesem Hintergrund ist es dem Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege wichtig, dass der reiche Erfahrungsschatz rund um die Kräuter nicht verloren geht. Aktionen für Kinder sollen dabei helfen, dass auch die kleinsten Gartenfreunde unterschiedliche Kräuter kennen und schätzen lernen. Das kann bei spannenden Riech- oder Schmeckproben geschehen oder beim gemeinsamen Anpflanzen von Kresse oder Schnittlauch. Denn so bleibt auch kommenden Generationen das Erlebnis erhalten, den einfachen Genuss eines frischen Butterbrotes mit selbstgezogener Gartenkresse zu erleben.

Stand: April 2010

Informationen:
Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V., Herzog-Heinrich-Str. 21,
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